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Lanzarote Pauschalreise – Die Vulkaninsel mit Stil

Lanzarote Pauschalreise – Die Vulkaninsel mit Stil

César Manrique, schwarze Strände & Mondlandschaften

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Dein Lanzarote-Guide für Familien

Nur 2 Stunden Flug, flache Sandstrände und über 300 Sonnentage - Lanzarote ist der perfekte Ort für den ersten Urlaub mit Kindern.

Lanzarote ist anders. Keine Hotelburgen, keine Bettenburgen. Dafür: Vulkane, Kunst und ein strenges Baugesetz, das die Insel vor sich selbst schützt.

Lanzarote – Als ein Architekt eine ganze Insel rettete

1730 brachen auf Lanzarote die Vulkane aus. Sechs Jahre lang. Ein Drittel der Insel versank unter Lava und Asche. Die Landschaft wurde zur Mars-Kulisse. 240 Jahre später kam César Manrique und beschloss: Diese karge Schönheit darf nicht durch Massentourismus zerstört werden.

Das Manrique-Gesetz

  • ✓ Keine Gebäude höher als 2 Stockwerke (außer in Puerto del Carmen)
  • ✓ Alle Häuser weiß mit grünen, braunen oder blauen Akzenten
  • ✓ Keine Werbetafeln und Leuchtreklamen
  • ✓ Jede neue Konstruktion muss genehmigt werden

Manrique war Künstler, Architekt und Umweltaktivist. Sein Vermächtnis ist überall sichtbar: In den kubischen weißen Häusern, den versteckten Kunstwerken, den stilvollen Aussichtspunkten. Lanzarote sieht aus wie ein bewohntes Museum – und genau das macht sie einzigartig.

Timanfaya – Der Vulkan, der niemals abkühlte

Im Nationalpark Timanfaya ist die Erde immer noch heiß. 200 Jahre nach der Eruption. An manchen Stellen misst man 600°C in 13 Metern Tiefe. Die Parkranger schütten Wasser in ein Rohr im Boden – Sekunden später schießt eine Geysir-Fontäne heraus.

Im Restaurant El Diablo wird das Essen über echter Erdwärme gegrillt. Die Architektur? Natürlich von Manrique. Panoramafenster mit Blick auf die Feuerberge. Steine in Rot, Braun, Schwarz, Orange – als hätte jemand die Farbpalette verschüttet.

Die Ruta de los Volcanes

Eine 14 km lange Bus-Tour durch die Mondlandschaft. Du fährst nicht selbst – Schutz des Parks. Die Strecke windet sich durch erstarrte Lavaströme, vorbei an Vulkankratern in allen Formen. Manche sind perfekt rund wie Schüsseln, andere zerrissen wie aufgeplatztes Gestein.

Insider-Tipp: Buch die Tour für den frühen Vormittag. Später kommen die Kreuzfahrtschiffe und es wird voll. Das Licht ist morgens außerdem besser – flacher, dramatischer.

César Manriques Kunstwerke – Die Insel als Galerie

Manrique hat Lanzarote sieben große Werke geschenkt. Jedes eine Verschmelzung von Natur, Architektur und Kunst.

Jameos del Agua

Eine eingestürzte Lavaröhre wurde zum unterirdischen Konzertsaal umgebaut. Im Inneren liegt ein türkisfarbener See – Heimat von blinden Albino-Krebsen, die nur hier vorkommen. Darüber: Ein tropischer Garten mit Palmen und Restaurants. Abends finden hier Konzerte statt. Die Akustik ist surreal.

Cueva de los Verdes

Noch eine Lavaröhre, diesmal 6 km lang. Früher versteckten sich Einheimische hier vor Piraten. Heute läufst du durch beleuchtete Tunnel mit Decken in Rot, Gelb, Grün – je nachdem welche Mineralien oxidiert sind. Am Ende: Eine optische Täuschung, die jeden reinlegt.

Fundación César Manrique

Manriques eigenes Wohnhaus. Gebaut in fünf Vulkanblasen – natürliche Höhlen in der Lava. Jede Blase hat eine andere Farbe, eine andere Funktion. Das Wohnzimmer liegt 6 Meter unter der Erde, hat aber Tageslicht durch Öffnungen. Der Pool liegt in einem Krater. Es ist völlig irre und gleichzeitig total stimmig.

Mirador del Río

Ein Aussichtspunkt im Norden, 400 Meter über dem Meer. Von hier siehst du die Insel La Graciosa, die Steilküste, das Meer in fünf Blautönen. Das Gebäude ist in den Fels integriert – von außen fast unsichtbar. Innen: Panoramafenster und ein Café. Pure Manrique-Magie.

Strände – Von Schwarz bis Pink

Lanzarote hat keine karibischen Traumstrände. Aber dafür außergewöhnliche.

Playa Papagayo – Die schönste Bucht der Insel. Goldener Sand, türkisblaues Wasser, geschützt durch Felsen. Im Süden, nur über Schotterpiste erreichbar (5€ Parkgebühr). Keine Infrastruktur außer einer kleinen Beach-Bar. Perfekt zum Schnorcheln.

Playa de Famara – 6 km langer Wildstrand im Nordwesten. Schwarzer Vulkansand, hohe Wellen, dramatische Steilküste im Hintergrund. Surferparadies. Das Dorf Caleta de Famara ist entspannt und authentisch – Hippie-Cafés, Surf-Shops, Bio-Restaurants.

Playa del Reducto – Der Stadtstrand von Arrecife. Künstlich angelegt, goldener Sand, ruhiges Wasser. Hier gehst du hin, wenn du nach der Manrique-Tour nur noch ins Meer hüpfen willst.

Playa de las Conchas (La Graciosa) – Der Geheimtipp. Diese Bucht liegt auf der Nachbarinsel La Graciosa. Rosafarbener Sand (zermahlene Muscheln), kristallklares Wasser, komplett einsam. Die Fähre nach La Graciosa dauert 25 Minuten. Auf der Insel gibt es keine asphaltierten Straßen, nur 700 Einwohner.

Wein aus Asche – La Geria

Die Weinregion La Geria sieht aus wie ein Kunstwerk. Tausende halbkreisförmige Steinmauern schützen einzelne Rebstöcke vor dem Wind. Die Reben wachsen in schwarzer Vulkanasche, die nachts Feuchtigkeit aus der Luft aufsaugt und tagsüber an die Wurzeln abgibt.

Das Resultat: Malvasía, ein trockener Weißwein mit vulkanischer Mineralität. Die Bodegas bieten Verkostungen an. Besonders schön: Bodega El Grifo (älteste Kellerei der Kanaren, seit 1775) und Bodega Stratvs (modern, mit Restaurant und Dachterrasse).

Pauschalreise nach Lanzarote – Darauf kommt es an

Brauche ich ein Auto?

Ja, absolut. Die Insel ist klein (60 x 20 km), aber öffentliche Verkehrsmittel sind mühsam. Mit Auto erreichst du alle Manrique-Spots, versteckte Buchten, die Weinregion. Mietwagen gibt's ab 20€/Tag. Die Straßen sind gut und leer.

Wo wohnen?

Puerto del Carmen: Der Klassiker. Längste Strandpromenade (7 km), viele Restaurants, zentral. Für Erstbesucher ideal. Aber touristisch.

Playa Blanca: Ruhiger, eleganter, im Süden. Näher an Papagayo-Stränden und Fähre nach Fuerteventura. Besser für Paare und Ruhesuchende.

Costa Teguise: Mittelding. Familienfreundlich, guter Windsurf-Spot, weniger charmant als Puerto del Carmen.

Famara oder Arrieta: Für Individualisten. Kleine Fischerdörfer, authentisch, wenig Hotels. Du musst mehr fahren, dafür erlebst du das echte Lanzarote.

Wann ist die beste Reisezeit?

Lanzarote hat das ganze Jahr über 20-26°C. Wirklich. Es gibt keine Jahreszeiten wie wir sie kennen.

Oktober-April: Leicht kühler (19-22°C), aber super angenehm. Weniger Touristen, günstigere Preise. Ideal zum Wandern und Erkunden.

Mai-September: Wärmer (24-29°C), mehr los, höhere Preise. Juli/August kann windig sein (Calima – heißer Wind aus der Sahara bringt Staub).

Insider-Tipp: Februar/März. Die Mandelbäume blühen, die Insel ist grüner als sonst (Winterregen), und es ist fast leer.

All-Inclusive oder Halbpension?

Lanzarote ist keine All-Inclusive-Destination. Die Insel lebt von kleinen Restaurants, Bodegas, lokalen Cafés. Bei All-Inclusive verpasst du das Beste. Besser: Frühstück oder Halbpension, dann bist du flexibel.

Ausnahme: Du hast Kleinkinder und willst maximale Entspannung. Dann gibt's in Puerto del Carmen und Playa Blanca gute AI-Hotels.

Was kostet Lanzarote?

Günstiger als die anderen Kanaren – außer Fuerteventura.

Essen: Menú del Día (3-Gänge-Lunch) 10-12€. Abends 15-25€/Person. Fisch frisch und günstig.

Attraktionen: Timanfaya 12€, Jameos del Agua 10€, Fundación Manrique 10€. Kombi-Tickets verfügbar.

Mietwagen: 15-25€/Tag je nach Saison. Benzin ähnlich wie in Deutschland.

Hotels: 3-Sterne ab 50€/Nacht (Nebensaison), Hochsaison 80-120€. Boutique-Hotels 100-200€.

Häufige Fragen zu Lanzarote Pauschalreisen

Ist Lanzarote für Kinder geeignet?

Bedingt. Die Strände sind okay, aber nicht spektakulär. Für Kinder sind Manrique-Attraktionen spannend (Vulkane! Höhlen!), aber nicht alle sind kinderwagentauglich. Rancho Texas Park und Aqua Park gibt's in Costa Teguise.

Wie ist das Wetter wirklich?

Windig. Lanzarote hat fast immer Nordostpassat. Gut zum Windsurfen, manchmal nervig am Strand. Die Südküste (Playa Blanca) ist geschützter.

Lohnt sich ein Tagesausflug nach Fuerteventura?

Ja! Die Fähre von Playa Blanca nach Corralejo dauert 25 Minuten. Fuerteventura hat die besseren Strände – endlose weiße Dünen. Kombinier beide Inseln.

Was ist mit Massentourismus?

Lanzarote hat 3 Millionen Besucher im Jahr, aber durch die Baugesetze sieht man's nicht. Keine Hotelburgen, keine Bausünden. Außerhalb der Orte ist es erstaunlich leer.

Ist César Manrique überall?

Ja. Sein Einfluss ist total. Die Kreisverkehre haben Skulpturen. Die Bushaltestellen sind gestaltet. Sogar die Straßenlaternen. Er hat die Insel zu einem Gesamtkunstwerk gemacht – und sie damit gerettet.

Benjamin Jeschke

Geschrieben von

Benjamin Jeschke